Windmühlen
10. November 2009
Neulich bin ich auf eine bewegende Geschichte gestoßen. William Kamkwamba baute mit 14 Jahren eine Windmühle aus Schrottteilen, um damit 2 Lampen und ein Radio in seinem Haus in Malawi zu betreiben.
Wegen einer Hungersnot konnte seine Familie die Schulgebühren nicht mehr aufbringen, woraufhin William die Schule verlassen musste. Er beschloss sich Bücher in der lokalen Bücherei auszuleihen und fand ein Buch über Physik. Außerdem sah er ein Bild von einer Windmühle und war sofort Feuer und Flamme. Da sein Englisch nicht gut war, konzentrierte er sich auf die Schaubilder und begann in Eigenregie eine Windmühle zu bauen. Dazu baute er einen Lichtschalter aus Nägeln und Draht. Alles basierend auf diesen Abbildungen, ohne eine Wort der Beschreibung zu verstehen.
In Deutschland hat jeder Schüler so ein Schaubild gesehen, wahrscheinlich wurde es ihm sogar erklärt. Aber die meisten langweilt sowas nur. Dann kommt dieser William und baut das Ding einfach nach. Was mich an dieser Geschichte so rührt ist die Symbolkraft dahinter und ein Musterbeispiel dafür, wie wichtig Bildung ist. Die westliche Welt muss unbedingt den Armen damit helfen, sich selber zu helfen. Stellt den Leuten Bücher oder besser, das Internet hin und dann ist so viel möglich. Dadurch bekommt eine Lehmhütte auf einmal Licht.
Alte, weise Menschen und neue Generationen
10. November 2009
Wenn ich Menschen wie Wolfgang Schäuble oder Rupert Murdoch in Interviews sehe oder lese, bin ich immer wieder von neuem beeindruckt. Das rührt von der gewissen Ruhe und Übersicht, die sie ausstrahlen. Sie haben auf alles eine Antwort, sind redegewandt und lassen sich einfach nicht provozieren. Das sind Menschen, denen ich gerne zuhöre. Aber eins eint die beiden Angesprochnen. Sie sind alt.
Das traurige ist, dass solche, ansich sehr wiesen Menschen, irgendwann nicht mehr zu der Zeit passen. Irgendwann hat man den Punkt erreicht, wo man den weiteren Fortschritt nicht mehr verfolgen oder verstehen kann. Und obwohl diese Entwicklung bei allen Menschen offensichtlich ist, überrascht mich das immer wieder. Ich bin sogar enttäuscht, weil ich vieles was sie sagen sehr wertvoll finde.
Das Internet hat einen Strich zwischen die Generationen gezogen, die einen verstehen den Fortschritt, die anderen eben nicht. Und dazu gehören auch meine Protagonisten, Schäuble und Murdoch. Beide haben eine immense Abgeklärheit in ihrem jeweiligen Sektor, aber das Internet haben sie trotzdem nicht verstanden. Schäuble hat das als Innenminister unter Beweis gestellt und Murdoch unter anderem in einem Interview, in dem er erklärte sich vorstellen zu können, Google von seinen Webseiten auszusperren.
Aber anscheinend gehört es zur Menschheit dazu. Helden werden alt und ersetzt. Man wird das nicht ändern können, auch wenn ich es viel schöner fände jeden im Fortschritt mitzunehmen. Man muss schließlich Träume haben.
Max Planck sagte treffend:
Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut geworden ist.
Der Wert der Erfahrung
20. Juli 2009
Als Wirtschaftsminister zu Guttenberg nominiert wurde war das Raunen groß. Wie kann man einen so unerfahrenen, jungen Mann in ein so hohes Amt heben? Aber was heißt bzw. was ist das überhaupt – Erfahrung?
Erfahrung entsteht dann, wenn man bestimmte Situationen wiederholt, immer etwas variiert, erlebt und anhand dieses Wissens Schlüsse auf Ausgänge ähnlicher, noch kommender Situationen ziehen kann. Das gilt beim Autofahren, aber auch bei vielen anderen Dingen im Leben. Ich hatte in einem Eintrag über die Entwicklung von Gedanken gesprochen. Diese Entwicklung hat sehr viel mit Erfahrung zu tun. Sie ist sozusagen der Grundmechanismus der Erfahrung überhaupt möglich macht. Ich gehe über die Straße, auf einmal kommt ein Auto von links. Beim nächsten mal gucke ich nach links bevor ich die Straße überquere und plötzlich, von rechts … Meine Erfahrung, was das Straßenüberqueren betrifft, wächst, jede Situation wird mit eingebaut.
Erfahrung ist also die Summe von erlernten Mustern in der eigenen Umwelt, je größer die Anzahl der einzelnen Situationen desto größer wird die Erfahrung. Das eigene Wissen ist auch Teil der eigenen Erfahrung und damit komm ich zu einem weiteren wichtigen Punkt. Würden wir alle, alles neu erfahren müssen, würde jeder Mensch immer von Null anfangen und das Rad würde täglich neu erfunden werden. Um dem entgegen zu wirken hat der Mensch ein System entwickelt um das Aneignen von Erfahrung zu beschleunigen. Dieses System heißt Bildung. Alles was man in der Schule, der Universität oder auch einer Dokumentation im Fernsehen etc. lernt ist eingedampfte Erfahrung anderer. Wir assimilieren diese Erfahrung um unseren eigenen Kenntnisstand bestmöglich zu erweitern. Das ist auch der einzige Weg wie die menschliche Zivilisation überhaupt so weit kommen konnte. Angefangen von den Erfahrung der Älteren, im alten Ägypten und noch früher, über die Saat der Felder bis hin zur heutiger Zeit, wo jeder vernünftige Mensch verstanden haben sollte, dass so was wie im Dritten Reich gar keine Gute Idee war.
Erfahrung hat viel damit zu tun, hinzufallen und dann wieder aufzustehen. Also aus Fehlern zu lernen. Lernen ist eigentlich ein kontinuierliches Hinfallen und wieder Aufstehen. Aber wie nichts im Leben, ist auch das Thema Erfahrung nicht so simpel, so schwarz und weiß, wie es idealerweise sein sollte. Wäre Erfahrung nur so, wie ich es beschrieben habe, wären wir als Menschen deutlich weiter, aber wir sind Menschen. Und Menschen fallen nicht nur einmal wegen dem gleichen Grund, sie fallen auch manchmal sehr viel öfter über den gleichen Stein. Sie sind nicht bereit zu lernen oder erkennen die Ursache des Problems einfach nicht.
Erfahrung ist nicht nur positiv. Weil man viel erfahren hat, heißt das noch lange nicht, dass man daraus gelernt hat. In einigen Diskussionen mit Älteren kam öfter das Argument: “Ich bin schon so und so alt und dass musst du erst selber erfahren.” Sie nehmen ihre eigene Erfahrung als Autorität. Das ist in mindestens so vielen Fällen nicht gültig, wie es gültig ist. Trägheit in der Meinung und viele anderen Faktoren können das rein mechanische Lernen aus Fehlern beeinflussen. Oder anders gesagt, man kann, wegen seiner vorheriger Prägung gewisse Dinge nur in einer bestimmten Art und Weise deuten. Das hat zur Folge, dass man nicht neues entdeckt, sondern neues als vermeintlich altes deutet. Das muss natürlich nicht immer gelten, aber die Geschichte hat gezeigt, dass es schon oft genug gegolten hat. Immer wiederholende Kriege, kritikfeste Meinungen und vieles mehr sind Zeugen von verfehlter Erfahrung.
Ich will Ältere nicht verurteilen, sie sind einfach die Verkörperung von viel bzw. mehr Erfahrung und zeigen gleichzeitig deren Wert. Dieser Wert kann hoch und niedrig sein. Abgesehen davon handeln Jüngere jetzt und in den kommenden Jahren auch nicht anders. Es ist einfach eine Feststellung über den Menschen. Und wie mein, doch weiser, Großvater einmal gesagt hat: “Wo Menschen sind, da menschelt es.”
Man sollte also seine eigene Erfahrung und die, die man in Form von Bildung erwirbt auch mal aus anderen Perspektiven betrachten und versuchen kritisch und neu zu bewerten. Man darf nicht neues Wissen immer mit altem bewerten, sondern man sollte sein gesamtes Bild regelmäßig auf den Prüfstand setzen. Wenn man sich dann verbessert hat man Grund zur Freude, weil man ein kleines Stück mehr erleuchtet ist. Es ist keine Schande seine Meinung zu ändern.
Aber auch dieser Rat ist leider nur idealistisch, meine Erfahrung hat mir beigebracht mit Fehlern zu rechnen. Aber vielleicht hilft es ja schon sich dessen etwas bewusster zu sein …
Ein Gedanke zum Wahlgeheimnis
20. Juli 2009
Das Wahlgeheimnis ist ein sehr wichtiger Bestandteil unserer heutigen Demokratie. Es schützt den Wähler vor Diskrimierung und vereinfacht dadurch ohne äußerlichen Zwang wählen zu können. Dieses wichtiges Recht ist nicht in allen Ländern verfügbar und man kann das Glück, dass wir es haben, gar nicht hoch genug bewerten.
In Gesprächen über Politik wird häufig von diesem Recht Gebrauch gemacht, was ich aber dennoch nicht immer verstehe. Ich möchte niemand dazu drängen seine Meinung offenkundig zu verbreiten, ich habe sowieso in keinster Weise das Recht so etwas zu fordern. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass viele, obwohl sie offenherzig über Politik diskutieren von diesem Recht Gebrauch machen, einfach nur deswegen weil es dieses Recht gibt. Das ist mir in mehreren Gesprächen aufgefallen. Natürlich, vielleicht möchten bestimmte Menschen sich einfach nicht zu ihrer Wahl bekennen, aber wenn ich dann sehe wie offen über einzelne politische Punkte gesprochen wird, irritiert mich das doch.
Wieso fällt es vielen so einfach über einzelne Themen zu sprechen, die aber gleichzeitig nicht gewillt sind darüber zu sprechen welche Partei die Summe dieser Punkte am besten wiederspiegelt? Werden Parteien überhaupt wegen der größten Übereinstimmung der verschienden Themen gewählt? Oder sind es Gesichter, Menschen oder nur einzelne, “Aufhänger”-Themen die letztendlich den Ausschlag für die Wahl geben? Und wollen die Leute deshalb nicht darüber reden? Zu einer Antwort bzw. meiner Meinung bei dieser Frage bin ich noch nicht gekommen. Vielleicht ist meine Wahrnehmung auch einfach nur falsch. Daher bleibt es nur ein Gedanke …
Revision
27. Mai 2009
Als ich anfing zu bloggen, wusste ich nicht, was ich bloggen soll. Also fing ich mit diesem typischen Link- und Bildergeposte an, hauptsache irgendwas steht da. Damals war ich auch noch auf einer Bloggerplattform und laß andere Blogs, weniger weil sie mich interessierten, sondern viel mehr, damit die anderen auch meinen Blog besuchten. Ich bloggte im Grunde nur des Bloggens wegen, was falsch ist. Aus technischen Gründen bin ich dann auf meinen Webserver umgezogen und damit fielen auch die Leser weg, gleich gefolgt von meiner Motivation.
Seit kurzem blogge ich wieder, ohne Leser und ohne das Kopieren von irgendwelchen Links und Bildern aus anderen Blogs. Ich blogge für mich, um meine Gedanken festzuhalten und aufeinmal merke ich, dass Bloggen Zeit braucht. Aber es macht mir Spaß.
Ich habe viele Entwürfe von Blogbeiträgen, die noch nicht fertig sind. Ich stecke viel mehr Gedanken in jeden Beitrag. Das heißt nicht, dass sie besser geschrieben sind, mein literarisches Talent ist leider sehr begrenzt. Aber die Ideen dahinter sind besser geworden, zu mindest nach meinem Verständnis.
Entwicklung ist momentan sowieso ein heißes Thema für mich. Viele meiner Ideen und ich selber auch, haben sich in letzter Zeit sehr weiterentwickelt und das zu sehen, finde ich sehr spannend. Das spiegelt zum Beispiel mein Artikel zum Darwinismus der Gedanken wieder oder den Artikel, den ich vor einer halben Stunde angefangen habe zu schreiben, heute aber nicht abschließen kann.
Darwinismus der Gedanken
19. Mai 2009
Mein pseudophilosophisches Dasein ist der Versuch die Welt zu verstehen. Gereifte Gedanken und Ideen halte ich dann in meinem Logbuch fest. Mir ist sehrwohl bewusst, dass ich dabei nichts Neues aufdecke, doch reicht mir die eigene Entdeckung schon als Genugtuung.
Am Anfang ist der Gedanke. Der kann aus einem Geistesblitz, basierend auf eigenen Beobachtungen entstehen, aber auch aus der Vordenkarbeit anderer. Mich faszinieren kluge Ideen, die kurz, prägnant Dinge auf den Punkt bringen und dabei ein durchdachtes Fundament aufzeigen können. Ich rede nicht von Binsenwahrheiten und Stammtischparolen, sondern von intelligenten Aussagen und Niederschriften, die es schaffen das eigene Denken nachhaltig zu beeinflussen. Die eigene Arbeit besteht dann darin, solche Perlen in das eigene Gedankenkonstrukt einzuarbeiten.
Und schon sind wir bei der Evolution der Gedanken. Ein Mensch alleine kann nicht im entferntesten das fassen, wie es dem Kollektiv möglich ist. Abgesehen davon, dass die Menschheit im Allgemeinen auch sehr viel nicht fassen kann, kann man seine Verständnis nur mit anderen ausbauen. Das merke ich am häufigsten in den Momenten, bei denen ich Freunden von meinen Ideen erzähle. Es reicht schon eine Frage, die man nicht beantworten kann und schon muss man sein Modell ändern oder zu mindest anpassen. Noch besser sind Ergänzungen, die sind aber meist erst nach längerer Diskussion möglich. Das liegt daran, dass man dazu auf einen gleichen Verständnisstand kommen muss. Und das wiederum, hat weniger mit Intellekt als viel mehr mit Interesse zu tun. Trotzdem hat jedes, noch so oberflächliches Gespräch, Potential sehr wertvoll für einen Pseudophilosophen zu werden. Manchmal reicht sogar eine BILD Schlagzeile oder ein Werbeplakat. Kurz gesagt, die gesamte Umwelt.
Gute Gedanken entstehen erst durch die Aggregation von vielen Gedanken. Gute werden weiterentwickelt, schlechte fallen raus, das ist der Darwinismus der Gedanken, wie ich ihn verstehe.
Zum Abschluss, eine kleine Geschichte:
Mitten auf einem Jahrmarkt steht ein total abgedunkelter Raum. Keiner weiß, was sich in diesem Raum befindet. Also gehen drei Besucher einzeln, nacheinander in den Raum und versuchen das Geheimnis des Raums zu erfühlen. Der Erste berichtet von einer meterhohen Säule. Der Nächste kommt raus und spricht von einer gewölbten Decke. Verwirrt kommt der Dritte aus dem Raum, er habe einen dicken Gartenschlauch, der in Luft hing, erfühlt. Sie fangen an zu kombinieren und dann lösen sie das Rätsel. Der Schlauch war ein Rüssel, die Säule ein Bein und die Decke der Bauch. So finden sie heraus, dass sich eine Elefant in dem Raum befindet.
Nochmal: Für sich genommen, wäre keiner der Kandidaten auf diese Lösung gekommen. Natürlich ist diese Anekdote nicht wasserdicht, aber sie erklärt ganz gut, was ich meine. Am Rande sei erwähnt, dass mir diese Anekdote von einem Freund erzählt worden ist und wie man sieht, ich habe sie schon eingebaut.
Bescheidenheit eine Tugend?
14. Mai 2009
… und wir sind bescheiden. Ist das eine besondere Tugend? Ich beantworte diese Frage mit jain. Zufrieden sein, mit dem was man hat, das ist gut und wichtig. Wobei das einen auch nicht davon abhalten sollte nach vorn zu kommen. Wenn man sich dann aber etwas erarbeitet hat, muss man dann immernoch bescheiden sein?
In Amerika zeigt man was man hat und die, die es geschafft haben werden bewundert. Vom Tellerwäscher zum Millionär, das ist der American Dream. In Deutschland ist das anders. An die Stelle von Bewunderung, tritt Neid, oder zu mindest etwas ähnliches. Ich sage nicht, dass man Reiche bewundern muss. Finanzieller Wohlstand ist nicht das einzigste Ziel, dem man nachstreben kann. Aber wenn man es erfolgreich in die Position geschafft hat, sollte man nicht immer abgestempelt werden.
Ich sage das, ohne vermögend zu sein. Aber in dem Aspekt finde ich den amerikanischen Weg einfach besser.
Prognosen
12. Mai 2009
Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.
Hat mal ein kluger Mensch gesagt, zugeschrieben wird dieses Zitat mehreren, man weiß es nicht. Die Menschheit entwickelt sich in einer fast berauschenden Geschwindigkeit weiter. Um meinem Chef gerecht zu werden, will ich nicht vergessen zu erwähnen, dass es sich dabei um eine Evolution und keine Revolution handelt. Er meint, dass diese Feststellung dadurch trivial wird, abgesehen davon, dass man darüber streiten kann, will ich das trotzdem an diesem Punkt festhalten. Wenn man sich an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurückversetzt und sich dann mal vorstellt was heutzutage möglich ist, traue ich mich im geringsten eine Prognose für die nächsten 100 Jahre abzugeben.
Abgesehen von offentsichtlicher Weiterentwicklung hat die Zeit bestimmt noch viele Überraschungen für uns übrig. Captain Kirk lief früher mit Kommunikatoren rum, die größer als heutige Handys sind. Also, was wird passieren? Ich weiß es nicht, habe dabei aber festgestellt wie sehr man von seiner Umwelt beeinflusst wird. Wenn ich an die Zukunft denke, sehe ich immer Bilder aus irgendwelchen Hollywood-Produktionen. Der Mensch, oder zu mindest ich, ist und bleibt ein Fisch in einem Aquarium. Was sagt Papa-Fisch zum Sohnemann: Die Welt ist viereckig.
//Notiz: Zukunft außerhalb des Aquariums vorstellen
Nicht einfach
12. Mai 2009
Die Pseudophilosophie ist kein einfaches Geschäfft. In letzter Zeit habe ich schon mehrere Artikel angefangen und dann doch nicht abgeschlossen. Das könnte auch daran liegen, dass mich die Lust zum Schreiben immer erst spät abends erfasst und ich dann eigentlich schon ins Bett müsste.
Das ins Bett müssen ist ein echtes Problem, auch davon abgesehen, dass man als Pseudophilosoph allgemein nicht gerne Müssen muss. Ich habe aber festgestellt, dass der Tag für mich zu kurz ist – 24 Stunden reichen mir nicht. Nicht weil ich etwa zu viel zu tun hätte und die Zeit bräuchte, die Überlegung sind viel einfacherer Natur. Ein perfekter Tagesablauf fängt für mich um 8 an und hört um 4 Uhr nachts auf und dabei möchte ich trotzdem nicht auf 8 Stunden Schlaf verzichten. Was bedeutet das? Ich brauche 4 Stunden mehr.
