Wenn ich Menschen wie Wolfgang Schäuble oder Rupert Murdoch in Interviews sehe oder lese, bin ich immer wieder von neuem beeindruckt. Das rührt von der gewissen Ruhe und Übersicht, die sie ausstrahlen. Sie haben auf alles eine Antwort, sind redegewandt und lassen sich einfach nicht provozieren. Das sind Menschen, denen ich gerne zuhöre. Aber eins eint die beiden Angesprochnen. Sie sind alt.

Das traurige ist, dass solche, ansich sehr wiesen Menschen, irgendwann nicht mehr zu der Zeit passen. Irgendwann hat man den Punkt erreicht, wo man den weiteren Fortschritt nicht mehr verfolgen oder verstehen kann. Und obwohl diese Entwicklung bei allen Menschen offensichtlich ist, überrascht mich das immer wieder. Ich bin sogar enttäuscht, weil ich vieles was sie sagen sehr wertvoll finde.

Das Internet hat einen Strich zwischen die Generationen  gezogen, die einen verstehen den Fortschritt, die anderen eben nicht. Und dazu gehören auch meine Protagonisten, Schäuble und Murdoch. Beide haben eine immense Abgeklärheit in ihrem jeweiligen Sektor, aber das Internet haben sie trotzdem nicht verstanden. Schäuble hat das als Innenminister unter Beweis gestellt und Murdoch unter anderem in einem Interview, in dem er erklärte sich vorstellen zu können, Google von seinen Webseiten auszusperren.

Aber anscheinend gehört es zur Menschheit dazu. Helden werden alt und ersetzt. Man wird das nicht ändern können, auch wenn ich es viel schöner fände jeden im Fortschritt mitzunehmen. Man muss schließlich Träume haben.

Max Planck sagte treffend:

Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut geworden ist.

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