Windmühlen

10. November 2009

Neulich bin ich auf eine bewegende Geschichte gestoßen. William Kamkwamba baute mit 14 Jahren eine Windmühle aus Schrottteilen, um damit 2 Lampen und ein Radio in seinem Haus in Malawi zu betreiben.

Wegen einer Hungersnot konnte seine Familie die Schulgebühren nicht mehr aufbringen, woraufhin William die Schule verlassen musste. Er beschloss sich Bücher in der lokalen Bücherei auszuleihen und fand ein Buch über Physik. Außerdem sah er ein Bild von einer Windmühle und war sofort Feuer und Flamme. Da sein Englisch nicht gut war, konzentrierte er sich auf die Schaubilder und begann in Eigenregie eine Windmühle zu bauen. Dazu baute er einen Lichtschalter aus Nägeln und Draht. Alles basierend auf diesen Abbildungen, ohne eine Wort der Beschreibung zu verstehen.

In Deutschland hat jeder Schüler so ein Schaubild gesehen, wahrscheinlich wurde es ihm sogar erklärt. Aber die meisten langweilt sowas nur.  Dann kommt dieser William und baut das Ding einfach nach. Was mich an dieser Geschichte so rührt ist die Symbolkraft dahinter und ein Musterbeispiel dafür, wie wichtig Bildung ist. Die westliche Welt muss unbedingt den Armen damit helfen, sich selber zu helfen. Stellt den Leuten Bücher oder besser, das Internet hin und dann ist so viel möglich. Dadurch bekommt eine Lehmhütte auf einmal Licht.

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